Woche 2: Bier und Wandern

Wie es der Titel schon vermuten lässt, drehte sich die Woche ganz ums Bier und ums Wandern. Gleichzeitig sind wir umgezogen und hatten einige Jobinterviews. Langsam verliert sich auch das Gefühl nur im Urlaub zu sein, wir leben uns immer mehr ein.

Ein Bier kommt selten allein

Ich durfte herausfinden, dass Vancouver eine hervorragende Craft Beer Szene besitzt. Es finden sich sehr viele Microbreweries selbst im städtischen Umfeld. Jede braut teils sehr viele und exotische Sorten. So durfte ich mich bei der Yaletown Brewery einmal durchs Sortiment probieren. Dabei sticht neben den fast typischen IPAs, Lagers und das für Kanada nicht so typische Hefeweizen ein Sour Beer ins Auge. Der Braumeister Ian Hill experimentiert hier mit Brettanomyces Kulturen, die in jeder deutschen Qualitätssicherung alle Alarmglocken erklingen lassen würde. Mir hats geschmeckt.
Die teils immense Auswahl an verschieden Bieren führt in den Pubs dazu, dass man mehrere kleinere Gläser mit verschieden Sorten bestellen kann. Das freut meinen Geldbeutel und meine sonst überstrapazierte Leber.

Das Wandern ist des Brauers Lust

Nach unserer Eingewöhnungsphase und nach dem überstanden Umzug in unser langfristiges Domizil gingen wir auch unserer Wanderleidenschaft nach. Mit Hilfe der Webseite http://www.vancouvertrails.com/ findet man schöne Wanderwege sortiert nach Region oder Schwierigkeit. Hat man kein Auto zur Verfügung, wird auch bei einigen Routen die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln beschrieben.

Unsere erste Tour führte uns zum Eingewöhnen an den Deer Lake in Burnaby. Dieser ist gut mit dem Bus zu erreichen und sehr einfach zu gehen. Schon dort fällt auf, dass die Wege teilweise über Stege führen, um die Natur zu schützen (oder einem das Gehen zu erleichtern?). So ist dieser Trail mehr ein Spaziergang als eine Herausforderung.

Die zweite Tour führte uns von Deep Cove über den Baden Powell Trail zum Lynn Canyon. Als besonderes Schmankerl wartete dort die Lynn Canyon Suspension Bridge auf uns. Die gesamte Tour dauerte gute fünf Stunden, man geht durch regenwaldartige Wälder, kommt an felsigen Aussichtpunkten vorbei und überquert einige kleinere oder größere Schluchten (zum Glück mit Hilfe von Brücken). Diese Tour geht nur einen Teil des Baden Powell Trails entlang, wir werden die Tour bald fortsetzen entlang zum Gouse Mountain.

Umziehen als neue Lieblingsbeschäftigung

Mittlerweile mag es für den einen oder anderen Leser nervig sein, dass wir schon wieder umgezogen sind, aber jetzt sind mal endgültig angekommen (hoffentlich). Bei unserer Ankunft in Vancouver hatten wir nur ein vorrübergehendes Heim in der 14th Street bei Fraser Street. Nach neun Tagen mussten wir umziehen, da unser Raum davor schon anderweitig vermietet worden war. So zogen wir in die Pender Street nähe Nanaimo Street in einen Raum im Keller. Dort warteten wir vier Tage bis wir in unsere jetzigen Raum ziehen konnten. Jetzt bewohnen wir ein Zimmer im Erdgeschoss und teilen ins eine Küche und Wohnzimmer mit anderen Studenten. Grosses Highlight des Zimmers ist der schöne Blick auf die Berge. Die Bilder folgen sobald die Wolken einen Blick auf die Berge zulassen 😉

Dinge, die man wissen sollte und wir gelernt haben:

  • mit der Monatskarte kann man in Vancouver bis zu 4 Personen am Sonn- und Feiertag kostenlos mitnehmen
  • es regnet ziemlich viel :(, daher auch Raincouver genannt 😉
  • die Suspension Bridge im Lynn Canyon ist kostenlos, während die Brücke in Capilano 32 $ Eintritt kostet
  • Pfandflaschen und Dosen werden meist nur dort zurückgenommen, wo man sie gekauft hat
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