Woche 4: Waldern und Wandern

Der Rückblick auf unsere vergangene Woche kommt diesmal leider mit Verspätung, aber endlich ist er da. Diese Woche waren wir viel unterwegs, haben wieder viele Bilder geschossen und einiges dazu gelernt. Da wir sehr viel in Wäldern unterwegs waren, haben wir uns entschlossen, dass es neben dem „Wandern“ noch das „Waldern“ gibt. Dieses Wort beschreibt unsere Erfahrungen wesentlich besser. Wir werden diesen Ausdruck sicherlich in einigen Jahren im Duden finden. Nicht nur im Wald war viel geboten, da das Wetter sich schlagartig verbessert hat und wir in dieser Woche die Strände von Vancouver entdeckten. Leider ist das Wasser aber noch zu kalt. Ein Sonnenbrand ist aber trotzdem schon drin. Neben den Bildern findet man nun auch eine Karte in der die erwähnten Orte des Blogeintrages markiert sind.


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Chinatown und Gastown

Auch uns hat mal der Touristenteufel geritten und wir haben uns Gastown angeschaut. Dabei wirkt das schöne Viertel durchaus touristisch, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Hier bekommt man zum Beispiel sehr viele Souveniers und Postkarten ohne lange suchen zu müssen. Da sich hier auch viele Restaurants, Bars und Burgerläden tummeln haben wir hier auch zum ersten Mal Poutine probiert. Das sind Pommes mit Käse und einer Art Bratensauce (wobei die vegetarisch sein soll, da nur pflanzliche Öle verwendet werden). Zumindest schmeckt man nicht viel vom Braten, sondern nur Raucharoma raus. Nicht weit weg von Gastown befindet sich Chinatown, das wir auch mit unserem Besuch beehrten. Schön war hier der Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden, der fast mitten in Chinatown liegt. Zwar kostet der klassische Garten Eintritt, aber gleich daneben befindet sich ein öffentlicher Garten im ähnlichen Stil, der uns aber genauso beschäftigt hat.

Pacific Spirit Regional Park

Zum Glück befinden sich nicht alle Parks außerhalb der ersten Zone in Vancouver, so dass wir mit unseren Monatskarten auch mal unter der Woche zum Wandern gehen konnten. Insgesamt gibt es drei Zonen, die Vancouver und Umgebung tarifmäßig abdecken. Neben dem Stanley Park gibt es noch den Pacific Spirit Regional Park in Vancouver, der viele verschiedene Trails anbieten kann. Wir sind dabei den Spanish und Salish Trail gelaufen, wobei man locker alle Trails miteinander mischen kann und so gemütlich durch den Park waldern kann. Dabei kommt echtes Regenwaldfeeling in der Grossstadt auf. Im Anschluss bietet sich ein kleiner Ausflug in Richtung der Beaches (Jericho, Spanish Bank) im Norden des Parks an, um den Tag bei Sonnenuntergang schön ausklingen zu lassen.

Vancouver Lookout

Um auf einen Aussichtspunkt zu fahren, der dazu noch 15$ Eintritt kostet, muss der Tag wettertechnisch perfekt sein. Zum Glück hatten wir in dieser Wochen ein traumhaftes Wetter und konnten auf den Vancouver Lookout im Harbour Tower fahren ohne eine kleinste Wolke zu sehen. Von oben hatte man einen sehr guten Überblick über die Stadt und darüber hinaus. Dabei hat es sich bezahlt gemacht nicht gleich zu Beginn unserer Reise auf den Turm zu fahren, da wir uns schon besser in der Stadt auskannten und uns viel besser zurechtfanden. Gleichzeitig habe ich an unserer Kamera eine neue Funktion entdeckt mit der ich Miniaturaufnahmen machen kann. Das Ergebnis kann man in zwei Videos über die Waterfront Station und die Holy Rosary Cathedral begutachten. Am Abend sind wir nochmals auf den Turm gefahren, um den Sonnenuntergang anzuschauen und Aufnahmen bei Nacht machen zu können.

Baden Powell Trail to Grouse Mountain

Die Wanderung der Woche führte uns wieder zum Lynn Canyon. Dort wollten wir weiter auf den Baden Powell Trail zum Grouse Mountain. Leider nahmen wir nicht den perfekten Weg zum Trail, sondern gingen einige Zeit an einer Strasse entlang. Dabei begegneten wir vielen Fahrzeugen, meist nur Herrchen oder Frauchen mit Hund, auf der verzweifelten Suche nach einem Parkplatz für ihren SUV. Bei nächsten Mal nehmen wir den Lake Trail vom Lynn Canoyn aus, der dann auch zum Baden Powell Trail führt. Der Weg geht fast immer durch den Wald und spendete uns dabei den nötigen Schatten an dem ansonsten heißen Tag. Zu Beginn tummeln sich gerade am Wochenende sehr viele Leute, aber je weiter man diesen Trail geht, desto einsamer wurde dieser. Zum Schluss landeten wir an der Talstation des Grouse Mountains, wo sich auch der Einstieg zum Grouse Grind befindet. Dieser ist im Winter gesperrt und wird erst wieder im Juni geöffnet. Damit kann der Baden Powell Trail in dieser Zeit nicht von West nach Ost gegangen werden, da sich beide Trails den Einstieg teilen.

Lighthouse Park

Als Abschluss für die Woche haben wir uns eine ruhige Wanderung im Lighthouse Park in North Shore rausgesucht. Ein Problem bei der Anreise mit dem Bus stellte ein Verkehrsunfall auf der Lion Bridge dar. Damit war der Verkehr für einige Zeit lahmgelegt und es bewegte sich nichts mehr. Zum Glück konnten wir noch rechtzeitig aussteigen und einen kleinen Spaziergang zur English Bay machen. Die Bay kam uns am Wochenende sehr belebt vor, die Besucher sind ein sehr bunter Querschnitt aus den Bewohner Vancouvers (und vielen Touristen). Am Lighthouse Park angekommen merkten wir schnell, dass es sich um einen sehr populären Park handeln muss. Der Parkplatz war sehr voll (meist Einheimische) und relativ viele Leute fuhren sogar öffentlich dort hin (meist Touristen). Der Anspruch war relativ gering, dafür gab es sehr viele schöne Aussichtpunkte, die auch meistens für Picknicks genutzt wurden (Touristen und Einheimische). Am Ende des Tages waren wir dann doch relativ platt, da die Sonne mittlerweile sehr viel Kraft hat.

Dinge, die man wissen muss und die wir gelernt haben

  • man darf sich Snacks und Getränke zum Lookout mitnehmen
  • das Ticket für den Lookout gilt den ganzen Tag und man darf so oft hoch und runterfahren wie man willl
  • der Lookout bietet kostenlose Führungen an, dazu muss man einfach die Guides ansprechen
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