Woche 18: Saskatoon

Unfortunately our vacation is over and we started to work again. On our last trip in the Rocky Mountains we visited the Johnston Canyon and the Ink Pots. Both sites were beautiful to see and worth a little bit of hiking. The next two days we spent in Calgary and had an awesome time because we met a cousin of Heidi there. Together with her family we visited the Tyrrell Museum, the Badlands and spend a wonderful time in the evening having BBQ and great Chinese food. Our next farm is located in Saskatoon in Saskatchewan where we live in a renovated church. The place is really great and gives us a lot of time for ourselves and also the possibility to work in a bakery.

Nach sechs wundervollen Tagen in den Rocky Mountains ging es diesen Montag abschließend zum Johnston Canyon und den Inkpots. Der Canyon ist auch eine sehr beliebte Anlaufstelle für Touristen aus aller Welt. Aber je weiter man dem Trail folgt, desto weniger Leute trifft man, da der Rückweg zum Bus wohl manchen doch zu lange wird. Am Schluss der Tour kamen wir an den einzigartigen Inkpots an. An bestimmten Stellen drückt Gletscherwasser durch den Boden und lässt Pools in verschiedenen Farbschattierungen entstehen. Je nachdem wie schnell das Wasser eintritt, desto heller oder dunkler wird der blaue Farbton.

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Noch am selben Tag ging es dann für uns nach Calgary wo wir in einem Motel eincheckten. Unterwegs hielten wir am Olympic Village und sahen uns dort die Wintersportanlagen der Olymischen Spiele von 1988 an. Im Sommer geht dieser Ausflug zwar etwas am Thema vorbei, trotzdem war es sehr interessant die Aufbauten ohne Schnee zu sehen. Den Abend verbrachten wir dann in Downtown von Calgary. Netterweise darf man in der Innenstadt das öffentliche Straßenbahnsystem kostenfrei nutzen. Den folgenden Tag nutzten wir zum Sightseeing und starteten wieder in Downtown. Wegen einem größeren Regenschauer haben wir leider nur die Downtown Mall mit seinen Devonian Gardens und Teile des +15-Skywalks gesehen. Der Garten im Inneren der Mall ist ein schöner und perfekter Ort, um sein Mittagessen einzunehmen. Dementsprechend viele Arbeitnehmer aus den zahlreichen umliegenden Gebäuden kommen eben aus diesem Grund über den Skywalk in die Mall. Der Skywalk ist eine sehr interessante und angenehme Einrichtung, die wir auch schon in Edmonton erfahren durften. In Calgary sind die meisten Gebäude der Innenstadt durch viele 15 Fuß hohe überdachte Fußgängerbrücken verbunden. Durch einen Wetterumschwung wurde es schlagartig kalt und sehr windig, so dass wir sehr froh waren den Skywalk nutzen zu können. Am Anfang ist es sehr schwer sich zwischen den Gebäuden und den Brücken zu orientieren, aber es helfen immer wieder nette Kanadier den richtigen Weg zu finden.

Abends haben wir uns mit einer weiteren Cousine aus Heidis Familie in Calgary getroffen. Wir verbrachten einen wundervollen Abend in Familie mit BBQ, Lederhose und Dirndl und durften sogar zwei Nächte bleiben. Den nächsten Tag machten wir einen Ausflug in die Badlands von Kanada, in die Umgebung von Drumheller. Dort besichtigten wir das Tyrrell Museum mit seiner großartigen Dinosaurierausstellung. Die Gegend ist sehr bekannt für seine wichtigen Saurierfunde, wie z.B. Black Beauty, einen der vollständigsten Tyrannosaurus Rex-Funde. Überall gibt es auch kleinere Souvenierläden in denen man Fossilien, Mineralien und noch viel mehr findet. Die Badlands bieten eine vollkommen andere Landschaft, die ich so noch nie in Deutschland gesehen hatte. Eindrucksvoll war dabei der Horseshoe Canyon, der leider etwas matschig gewesen ist und etwas Balance beim Hinuntersteigen erforderte. Durch die sehr spezielle Geologie der Badlands kann man sogenannte Hoodoos sehen. Diese eindrucksvollen Steinsäulen mit ihren Hauben entstehen durch Erosion im Laufe der Jahrtausende und geben ein gutes Motiv zum Fotografieren ab. Nebenbei sind wir auch bei der wohl kleinsten Kirche der Welt vorbeigefahren, in die nur 6 Menschen gleichzeitig passen. Das wird an Weihnachten wohl etwas kuschelig werden. Auch dieser aufregende Tag ging irgendwann zu Ende und wir mussten uns leider von Heidis kanadischer Familie verabschieden, da wir am folgenden Tag zu unserer nächsten Farm aufbrachen.

Denn unsere Reise ging weiter nach Saskatchewan, genauer gesagt nach Saskatoon. Die Farm nennt sich Fruition Orchards und ist eine Kombination aus Obstplantage und Bäckerei. Wir sind leider erst sehr spät ins Saskatoon angekommen, da die Fahrt erstens sehr lange von Edmonton dorthin dauert und zweitens unser Greyhoundbus ausgetauscht werden musste. Kurz nach dem wir Edmonton verlassen haben, ist der Busfahrer zu dem Schluss gekommen, dass er nicht mehr weiterfahren kann, da die Klimaanlage streikt. Angesichts der hohen Außentemperaturen eine durchaus sinnvolle Idee. Zurück im Busdepot konnten wir dann mit drei Stunden Verspätung unsere Reise nach Saskatoon fortsetzen. Am Ziel angekommen wurden wir von unseren Hosts abgeholt und zu einer Kirche ein wenig außerhalb der Stadt gefahren. Kein Witz, momentan wohnen wir in einer umgebauten Kirche, die viel Platz für die ganze Familie (Vater, Mutter, 4 Kinder und neben uns noch zwei weitere WWOOFer) bietet. Auf dieser Farm fühlen wir uns sehr gut untergebracht und bekommen auch oft die Gelegenheit in unserer Freizeit die Umgebung zu erkunden. Neben der Arbeit auf der Farm, helfen wir auch in der angeschlossenen Bäckerei in der Stadt aus. Unser erster Einsatz war eine Nachtschicht, die aber sehr viel Spaß gemacht hat. Die Erzeugnisse werden im Bäckereiladen und auf dem Farmers Market in Saskatoon verkauft. Am Samstag hatten wir dann gleich die Gelegenheit mit zum Markt zu kommen und uns dort umzusehen. Dort werden viele lokale Erzeugnisse verkauft und man kann hervorragend zu Mittag essen. Gleichzeitig hatten wir die Gelegenheit uns einen ersten Eindruck von der Innenstadt Saskatoons zu verschaffen. Es wohnen nicht wirklich viele Menschen in Saskatchewan und dementsprechend klein und relativ übersichtlich ist auch die Stadt. Auf der Farm haben unsere Hosts jede Menge Hühner, Schafe, ein paar Ziegen und vier Hunde, die gemeinsam rund um die Kirche leben. In den nächsten Tagen sollen auch noch ein paar Alpacas dazukommen. Zurzeit bearbeiten wir einen zukünftigen Garten neben der Kirche, versuchen Beete anzulegen und die Fläche landschaftlich schön zu gestalten. Allerdings ist die Arbeit bei sengender Hitze ziemlich schweißtreibend.

Nächste Woche erwarten wir die Alpacas und werden uns rund um die Farm mit Verschönerungsarbeiten beschäftigen. Vielleicht geht es sogar nochmal in die Bäckerei. Wir freuen uns sehr, dass wir eine schöne Farm gefunden haben.

Dinge die man wissen muss und die wir gelernt haben

  • das Wetter kann in Calgary sehr schnell umschlagen und schlagartig kalt und windig werden
  • den Discovery Pass sollte man sich erst kurzfristig vor Antritt seiner Reise im Greyhound Terminal kaufen, da man ansonsten Probleme bei der Rückgabe haben kann (bei Krankheit, etc.)
  • in Downtown Calgary kann man die Strassenbahnen kostenfrei nutzen
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