Woche 19: Buggy Time

After a long period of time having vaction we spent a whole week on a farm, so there was a lot farm work to do. But we also worked at the bakery in town and got the chance to visit the Western Development Museum in Saskatoon. The place was great to get a feeling about the first settlers in Saskatchewan and how the country was developed over time. At the farm we built a trench, fixed some fences, chased some sheep and repaired some lawn mower to cut a lot of grass. We also said goodbye to our French WWOOFer Flo who actually fixed a broken dune buggy. There was a lot of fun driving the buggy around the yard. Sad to say that we have to leave in a week, but the travel must go on.

Nach längerer Zeit haben wir mal wieder eine komplette Woche auf einer Farm verbracht und deswegen wird der Beitrag auch viel von der Arbeit auf dem Hof beinhalten. Trotzdem konnten wir uns bei einem Museumsbesuch kulturell etwas bilden und hatten die Gelegenheit wieder in der Bäckerei zu arbeiten. Gerade gefällt es uns sehr gut hier in Saskatoon, so dass es schwer fällt an unsere Abreise in einer Woche zu denken. Flo, der französische WWOOFer ist auch diese Woche abgereist und führt einem so vor Augen wie schnell Zeit vergehen kann und wir auch schon in wenigen Wochen wieder in Deutschland sind.

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Gleich zu Beginn der Woche durften wir wieder in der Nestors Bakery mitarbeiten. Da am Wochenende wegen eines grossen Festivals alle Kapazitäten der Backstube belegt waren, musste sehr viel nachgebacken und vorbereitet werden. So konnten wir bei der Herstellung von verschiedenen Kuchen, Keksen, Pizzen und vielem mehr mithelfen. Die Bäckerei hat ein sehr grosses Angebot an verschiedensten Broten und Gebäckteilchen, oft auch mit ukrainischen Background. Maple Pecanut, Marble Rye und Saskatoon Berry with wild rice sind nur ein paar Beispiele der beeindruckenden Brotauswahl. Selbstverständlich durften wir alles probieren und so viel essen wie wir wollten. Nach der Arbeit bekamen wir die Gelegenheit ins örtliche Kunstmuseum zu gehen. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten. Lange hielten wir uns dort allerdings nicht auf, da das Museum nicht sehr gross ist und ein Spaziergang entlang des Saskatchewan River bei schönstem Wetter lockte. Der Uferweg wurde erst vor einigen Jahren unter großem Aufwand restauriert und bietet eine schöne Sicht auf die Stadt und den Fluss.

Den größten Teil unserer Arbeitszeit verbrachten wir auf der Farm. Dort errichteten wir einen Entwässerungskanal, dekorierten ihn mit ausgesuchten Steinen und bauten eine Brücke dazu. Nachdem wir zwei Rasenmäher wieder Instand gesetzt haben, schnitten wir das Gras um die Farm herum. Während der Arbeit stand uns wieder allerhand Gerät, wie den Traktor oder auch ein Quad zur Verfügung. Letzteren zu fahren macht übrigens besonders großen Spaß. Wie letzte Woche schon berichtet haben Keith und Carmen sehr viele Schafe, allerdings mit einigen unkastrierten Männchen. Um aktiv Geburtenkontrolle zu betreiben, musste ein Zaun gebaut werden, um die Schafe nach Geschlechtern zu trennen. Leider lässt sich eine Schafherde naturgemäß nur sehr schlecht trennen, so dass wir nur wenige Schafe separieren konnten. Diese Aufgabe wird sich bestimmt noch bis in die nächste Woche ziehen. Nicht nur um die Schafe mussten wir uns kümmern, sondern auch mal Kinder hüten. Einen Tag lang bewahrten wir die Kinder davor, sich selbst oder anderen etwas anzutun. Es hat alles problemlos geklappt, keiner ist gestorben, wir konnten sogar unsere ersten Windeln wechseln.

Parallel zur Farmarbeit versuchte Flo einen alten Dunebuggy zu reparieren, der seit einigen Jahren unbenutzt auf dem Hof steht. Nach mindestens zwei Wochen Arbeit konnte er (und wir dann auch 😉 ) die Früchte seiner Arbeit genießen und den Buggy übers Gelände jagen. Flo hat schon sehr viel auf dieser Farm repariert und wahrscheinlich gäbe es auch kein funktionierendes Auto auf dieser Farm, wenn er nicht gewesen wäre. Trotzdem macht die Arbeit hier sehr viel Spass und stellt einen auch vor neue Herausforderungen. Abends saßen wir dann meist zusammen und spielten Karten, ratschten und tranken auch mal ein Bier. An einem Abend durften wir als kanadische Spezialität S’mores kennenlernen, die am Lagerfeuer zubereitet werden. Dabei grillt man ein Marshmallow und legt es zwischen zwei Kekse. Davor wir noch ein Schokoladenstück unter das noch warme Marshmallow gelegt. Yummy! Aber sündig wie Sau.

Am Wochenende hatten wir freie Tage, wobei wir am Samstag beim Farmers Market kurz mithelfen sollten. Glücklicherweise ist dieser für uns buchstäblich ins Wasser gefallen, da es den ganzen Tag wie aus Eimern geschüttet hat. Trotzdem bekamen wir die Gelegenheit ins Western Development Museum in Saskatoon zu fahren. Dort konnten wir uns ein Bild von einer typischen Stadt aus dem Jahre 1910 machen. In einer großen Halle wurde ein Straßenzug aus dieser Zeit aufgebaut, in dem man z. B. eine Schmiede, eine Wäscherei, eine Polizeistation, einen Bahnhof und noch vieles mehr besichtigen kann. Ein anderer Teil des Museums erzählt das Leben der ersten Siedler anhand einer beispielhaften Familie über die Jahrzehnte hinweg. Dabei waren die Exponate sehr kurzweilig inszeniert und man konnte regelrecht mit der Geschichte mitfühlen. Da können sich Museen in Deutschland noch eine Scheibe abschneiden. Daneben findet man noch viele antike Agrarmaschinen, Autos und Züge in einer anderen Ausstellung. Am Eingang des Museum wurden wir bereits darauf hingewiesen, dass wir mit unserem Ticket auch am folgenden Tag wiederkommen könnten falls wir nicht alles auf einmal schaffen. Genau das passierte auch und wir haben am Sonntag der Boomtown einen weiteren Besuch abgestattet.

Nächste Woche wird es wieder spannend, denn wir erwarten immer noch die neuen Alpakas und eine gesamte siebenköpfige WWOOFer Familie wird anreisen. Wenn alles glatt läuft werden wir zusammen mit Nathan, dem englischen WWOOFer die Alpakas abholen. Und ich bin mir sicher, dass sich spannende Geschichten mit der Familie ergeben werden.

Dinge die man wissen muss und die wir gelernt haben

  • der Eintritt für das Western Development Museum Boomtown gilt für zwei Tage
  • im Museum gibt es das Boomtown Café, welches sehr günstige Angebote hat ($5,95 für ein Frühstück)
  • das Umland um Saskatoon kann sehr matschig werden
  • kanadischer Football hat etwas andere Regeln als amerikanischer Football
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