Woche 20: Arbeit, Alkohol und Abschied

There was much work and alcohol in this week at our farm. We dealt with escaping sheep, fixed fences, looked after the kids and shoveled a lot of poop out of the barns. On the other hand we got the chance to go to town quite often, visit a brewery and a distillery. In the evening we had great talks, played cards and had some beer on the deck of the church with our hostfamily and the other WWOOFer. In the end it was hard to say good bye, because we really liked this place, but we have to move on to see more of Canada.

Viel Arbeit und viel Alkohol beschreibt diese Woche wohl am treffendsten. Auf der Farm haben wir uns wieder viel mit flüchtigen Schafen, der Reparatur von Zäunen, Babysitten und Stallausmisten beschäftigen müssen. Dafür konnten wir auch öfters in die Stadt, eine Brauerei und eine Destillerie besichtigen. Abends konnten wir viel mit den Hosts und den anderen WWOOFern unternehmen, Karten spielen und auch das eine oder andere Bier auf der Veranda trinken.


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Die Woche begann mit viel Arbeit, da sich wieder einige Schafe selbstständig gemacht haben und aus ihren Weiden ausgebrochen sind. Schon letzte Woche haben wir angefangen die Männchen von den Weibchen zu trennen, damit nicht zu viele Lämmchen im Winter geboren werden. Anscheinend ist der Fortpflanzungstrieb so groß, dass sie nicht einmal von Zäunen und Stacheldraht aufgehalten werden. Regelmäßig begrüßten uns streunende Schafe am Morgen, die wir wieder zu ihren Weiden zurückbegleiten mussten. Danach galt es die Schwachstelle im Zaun zu finden und zu reparieren. Zum Glück erhielten wir diese Woche zusätzliche Unterstützung von der WWOOFing Familie. Es macht einen großen Unterschied, ob man Schafe zu dritt oder zu acht über das Gelände jagt. Abends waren wir meist geschafft, konnten aber noch ein wenig Wizard, Dutch Blitz oder Poker mit den anderen WWOOFern spielen. Dabei stellte sich bei Heidi ein besonderes Geschick fürs Pokern heraus, hätten wir um Geld gespielt, dann hätte sich unsere Reisekasse sehr gefreut.
Unsere Hosts verkaufen dreimal die Woche die Bäckereierzeugnisse auf dem Farmers Market in Saskatoon. Diesen Mittwoch durften wieder mitfahren, halfen bei Aufbau und konnten dann auf eigene Faust in die Stadt gehen. An diesem Tag haben wir auch nette Leute von der Living Sky Winery kennengelernt, die auf ihrer Farm Beeren und Früchte haben und diese zu Wein und Cider verarbeiten. Zudem haben sie gerade diesen Sommer angefangen bei dem WWOOF-Programm teil zu nehmen und so hatten wir einiges zu erzählen. Netterweise erhielten wir auch zwei Rhabarber-Cider als Geschenk.

Den Rest unserer Arbeitswoche verbrachten wir mit Stallausmisten und Babysitten. Gemäß der traditionellen Geschlechterrolle haben wir uns die Arbeit aufgeteilt. Heidi durfte Windeln wechseln und ich tonnenweise Mist aus den Ställen schaufeln. Zusammen mit drei anderen WWOOFern habe ich zwei volle Tage an zwei Scheunen den Mist von mehreren Jahren herausgeschaufelt und so die Ställe wieder nett und adrett für den Winter gemacht. Den letzten Arbeitstag auf der Farm ließen wir dann mit Bier und Lagerfeuer auf der Veranda ausklingen.

Am Samstag erhielten wir wieder die Gelegenheit mit zum Farmers Market zu kommen, um dort mit aufzubauen und sogar zwei Bäckereilieferungen auszufahren. Dafür durften wir das Auto den Tag für uns nutzen. So konnten wir die Paddock Wood Brewing Co. in Saskatoon besuchen und haben einen kleine Führung durch das Sudhaus und eine Verkostung des Biers bekommen. Diese Microbrewery stellt unterschiedlichste Biersorten her, Porter, Stouts, Lager, IPA, etc. und verkauft diese regional an Endkunden, Restaurants und Bars. Neben dem Bier werden dort auch Bierkits mit Würzeextrakten für das Brauen zu Hause angeboten. Zudem werden aber auch Malze, Hopfen und Hefen verkauft. Wir haben uns für drei Biere entschieden, die wir mit nach Hause nehmen wollten, um sie dann ausgiebig zu verkosten.

Nach dem Farmers Market entschlossen wir uns noch mit Nathan, dem englischen WWOOFer die Lucky Bastard Distillery zu besuchen. Diese bietet Führungen durch ihre Produktionsstätten und Verkostungen ihrer Produkte an. Die Betreiber der Destillerie hängen mit viel Herzblut an ihrem Produkt und können einen hervorragenden Whiskey, Vodka und Gin anbieten. Der Grund liegt wohl an der längeren Destillationszeit, die die Lucky Bastards ihren Getränken spendieren, so dass diese feiner, milder und weicher schmecken als herkömmliche Spirituosen. Sie experimentieren auch viel mit lokalen Früchten und haben verschiedene Liköre, wie z.B. Saskatoon Berry Liqueur im Sortiment. Als besonders Schmankerl gibt es dort ein eigens entwickeltes Bitterspray, welches zum Würzen von Drinks und Cocktails verwendet werden kann. Wir haben uns einen Gin und das Spray mitgenommen und werden das noch einem ausgiebigen Test unterziehen.

Nach dem anstrengenden Samstag hatten wir glücklicherweise den Sonntag frei und konnten ausschlafen und unsere Sachen packen. Am Abend sollte es dann mit dem Greyhound Bus weiter nach Winnipeg gehen. Der Abschied von der Farm fiel uns wieder schwer, da wir die ganze Familie und die anderen WWOOFer vermissen werden. Trotzdem müssen wir weiter, um noch den Rest von Kanada erkunden zu können. Die nächste Woche sind wir drei Tage in Winnipeg und zwei Tage in Toronto bevor wir an unserer letzten Farm in Stratford ankommen.

Dinge, die man wissen muss und die wir gelernt haben

  • man kann für Fahrten innerhalb Saskatchewans mit dem STC keine Tickets online kaufen, die muss man am Terminal besorgen
  • dem Jakob-Schaf können die Hörner ins Gesicht wachsen, die dann auch immer wieder abgeschnitten werden müssen
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Ein Kommentar zu Woche 20: Arbeit, Alkohol und Abschied

  1. 各位:看過以後再說……感染:細菌、病毒、微生物與人類的糾葛之謎 作者/ 傑洛德.克拉漢 (Callahan, Gerald N.)ç·¨/譯者/ 陳祉霖出版社/ 原水文化出版日期/ 20071219商品語言/ 中文/繁體裝訂/ 平裝 Daniel.

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