Woche 21: Winnipeg, Toronto und der Tofu

This week we visited Winnipeg and Toronto inbetween our travel to our next farm. In Winnipeg we stayed at a lovely hostel and met nice people. We visited the Forks, the Legislature Building, St. Boniface and the mall of Winnipeg. After that we went to Toronto in a strenuous 30-hour bus trip. Luckily we could join the vegetarian festival which took place during our stay. We also walked through the Lawrence Market and explored the downtown area of Toronto. On Sunday we took the train to Stratford to meet our next WWOOF host, but the details about that will not be published until next week.

Diese Woche haben wir uns Winnipeg und Toronto auf unserer Reise zur nächsten Farm angesehen. In Winnipeg fanden wir ein sehr reizendes Hostel und lernten dort nette Leute kennen. Zudem haben wir uns die Forks, das Parlament, St. Boniface und das Einkaufzentrum von Winnipeg angesehen. Danach machten wir uns auf eine 30-stündige Busfahrt, um nach Toronto zu fahren. Dort gab es für uns ein Vegetarier Festival zu entdecken, welches glücklicherweise zur selben Zeit stattfand. Trotzdem haben wir uns noch die Innenstadt und den St. Lawrence Markt angesehen. Am Sonntag ging es mit dem Zug nach Stratford, um uns mit unserem neuen Host zu treffen.


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Wir haben die Übernachtfahrt nach Winnipeg ohne größeren Zwischenfall überstanden. Leider haben wir nicht zuviel Schlaf abbekommen und starteten etwas müde in den Tag. Zum Glück konnten wir unser Gepäck bereits am frühen Morgen beim Hostel unterstellen. Das Guesthouse International stellte sich als sehr gemütliche Jugendherberge heraus. Der Besitzer hat sein Haus so umgebaut, dass mehrere Backpacker dort unterkommen können. Dabei hat er den wohnlichen Charakter der Küche und des Wohnzimmers beibehalten. Wir fühlten uns eher wie in einer coolen Wohngemeinschaft als in einem Hostel untergebracht. Ohne die Last unserer Koffer gingen wir einer Tradition nach, die wir im Laufe unserer Stadtbesichtigungen entwickelt haben. In jeder Hauptstadt müssen wir ins Legislature Building der Provinz, um an der kostenlosen Führung teilzunehmen. Zusammen mit einer philippinischen Reisegruppe wurden wir durch das Gebäude geführt und erhielten zum Schluss noch einen Anstecker mit dem Wappen von Manitoba. Da kann sich British Columbia und Alberta noch eine Scheibe abschneiden. Danach konnten wir uns the Forks anschauen, eines der Wahrzeichen der Stadt. An dem historischen Ort gibt es eine große Markthalle zu besichtigen, es kann eine Bootstour auf dem Red River gebucht werden oder man kann sich einfach in ein Restaurant mit Patio setzen und das Treiben der Leute beobachten. Im Prinzip waren wir fast jeden Tag da, um uns auf dem Markt umzusehen oder es als Ausgangspunkt für Spaziergänge zu nutzen. So spazierten wir auch zum nächsten Safeway in der milden Hoffnung etwas für unser Abendessen zu bekommen. Leider hatten wir vergessen, dass die Kanadier am ersten Montag im September den Labour Day feiern. Der Supermarkt hatte geschlossen und wir mussten uns unser Abendessen im Subway besorgen.

Der zweite Tag in Winnipeg führte uns nach St. Boniface, wo von der ehemaligen Kathedrale nur noch die Front zu besichtigen ist. In der Vergangenheit ist die Kirche mehrmals abgebrannt und nur noch der Eingang mit einem nichtvorhandenen Rosettenfenster ist stehengeblieben. Ganz in der Nähe fand auch eine historische Feier eines Altertumsvereins statt. Es wurden Zelte, Werkzeuge und Waffen aus der Pionierzeit ausgestellt und Menschen in historischen Gewändern zeigten das Leben der Leute vor 200 Jahren. Wie waren sehr glücklich über diesen Zufall und konnten schöne Fotos machen. Hinterher konnten wir entlang des Red Rivers bis zur Mall in Winnipeg laufen. Aus dem geplanten Spaziergang wurde ein richtiger Hike durch Winnipeg und wir waren froh hinterher den Bus zurück zum Hostel nehmen zu können.

Der letzte Tag in Winnpeg wurde leider vom Wetter etwas fremdbestimmt. Da es empfindlich kälter geworden war, entschlossen wir uns den Exchange District von Winnipeg anzusehen, anstatt zu einem Park zu wandern. Im Exchange Viertel finden sich viele historische Gebäude, Geschäfte und Läden. Wie fast in jeder größeren kanadischen Stadt gibt es einen Skywalk, der mehrere Gebäude miteinander verbindet und einen vom Wetter unabhängig durch die Gegend flanieren lässt. Am frühen Abend bereiteten wir uns auf die nächste Busreise nach Toronto vor. Es erwartete uns eine 30 stündige Fahrt mit zwei Übernachtungen im Bus. Zufälligerweise lernten wir ein anderes Pärchen aus Flensburg im Hostel kennen, die den selben Bus bis nach Ottawa nahmen. Die Fahrt selbst war nicht so schlimm, höchstens die vielen Zwischenstopps in der Nacht halten vom Schlafen ab. Unterwegs kamen wir an Städten wie Thunder Bay und White River vorbei. Letzteres ist quasi der Geburtsort von Winnie the Pooh, da hier der Bär Winnie (Winnipeg war übrigens Namenspatron!) verkauft wurde, der später als Vorlage für die Kindergeschichte gedient hat. Müde und geschafft kamen wir dann freitagmorgens in Toronto an.

Da das Leben aber kurz genug ist, gönnten wir uns keine Pause, sondern fuhren gleich nach Downtown um das „Zentrum des Universums“ (Zitat aus kanadischer Quelle) zu besichtigen. Wir fanden zudem heraus, dass gleichzeitig das Toronto Film Festival stattfand und viele Holywood Stars in der Stadt wären. Um es vorweg zu nehmen, wir haben keine gesehen. Dafür haben wir an der Harbourside das Vegetarian Festival entdeckt. Dort haben viele Aussteller neue vegetarische Lebensmittel vorgestellt und man konnte Vorträge und Workshops zu unterschiedlichen Themen besuchen. Wir haben einige Vorträge gehört und konnten viele Informationen und Eindrücke für uns mitnehmen. Hinterher konnten wir uns durch die vegetarische Küche probieren und Heidi hat dabei nicht aufpassen müssen, was sie essen kann und was nicht. Wir haben viel Zeit in das Festival investiert und waren froh diese Gelegenheit genutzt zu haben. Nach einem Besuch des St. Lawrence Markets, sowie einem ausgiebigen Spaziergang an der Harbour Front und Downtown haben wir schließlich noch die Eaton Mall besucht, um günstig abends im Foodcourt essen zu können. Interessanterweise schließen die Geschäfte der Mall am Samstag bereits um sieben Uhr abends. Wir mussten uns richtig beeilen noch etwas zu bekommen. Nachdem wir ein paar Burritos ergattern konnten, ging der Feueralarm los und wir mussten das Abendessen auf die Straße verlegen. Gebrannt hat es dann aber doch nicht, es sah mehr nach einer Übung aus.

Am Sonntag packten wir wieder unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg nach Stratford. Dort trafen wir auf unseren neuen Host Pam auf dem Farmers Market. Was für eine Farm sie hat, wie es uns dort gefällt und was dort passiert, gibt es dann nächste Woche hier zu lesen. Als kleinen Vorgeschmack möchte ich Sprossen, selbstgemachten Tofu und Tomaten nennen.

Dinge, die man wissen muss und die wir gelernt haben

  • die Easton Mall schließt in Toronto am Wochenende bereits um 7 Uhr
  • in Toronto gibt es verschiedene Nahverkehrssysteme, die unterschiedliche Tickets benötigen. (TTC ist dabei das System für den innerstädischen Bereich)
  • die Legislature Tour in Winnipeg ist kostenlos und man erhält einen schicken Manitoba Anstecker
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