Woche 23: WWOOF Finale, Toronto, Niagara Falls

Our WWOOF adventure is over. This is the last story about living and working on an organic farm. We enjoyed our time as WWOOFers a lot, because we had so much fun, met so many great and interesting people, learned a lot and finished also a bunch of work at the farms. And now our roadtrip begins. Finally we met Anna and Maria in Toronto, rented a car and went to Niagara Falls. The falls impressed us very much. The travel for the week was finished at the Thousand Islands near Gananoque. Next week we will do a boat tour on the St. Lawrence River and visit Montreal and Quebec.

Unser WWOOF Abenteuer ist zu Ende. Von nun an gibt es keine Geschichten mehr vom schönen Farmleben. Wir haben unsere Zeit als WWOOFer sehr genossen, haben viele interessante und tolle Leute getroffen, eine Menge gelernt und viel erlebt. Und nun fängt unser Roadtrip an! Zusammen mit Anna und Maria mieteten wir ein Auto in Toronto und fuhren zu den beeindruckenden Niagara Fällen. Ende der Woche kamen wir dann in der Thousand Islands Region an und verbrachten die Nacht in einer Hütte am St. Lawrence Strom. Nächste Woche werden wir eine Bootfahrt zwischen den Thousand Islands machen und nach Montreal und Quebec fahren.


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Die letzten drei Tage auf der Kawthoolei Farm verbrachten wir mit dem Sammeln von Piniennadeln und dem Präparieren der Cranberry-Beete für den kommenden Winter. Wir erhielten dabei Unterstützung von den zwei französischen WWOOFern Antoine und Johan, die Anfang der Woche an der Farm ankamen. Beide reisen per Anhalter durch das Land und lebten einige Zeit in Montreal und Quebec. Sie konnten uns sogar einige Insidertipps für unseren Besuch in beiden Städten geben. Johan hat auch seinen Geburtstag auf der Farm gefeiert. Pam hat dazu einen leckeren Karottenkuchen mit Kerzen in der nächsten Stadt besorgt. Für uns war dies gleichzeitig der letzte Abend dort. Die Nacht verbrachten wir dann in Stratford, damit wir am nächsten Morgen einen frühen Zug nach Toronto nehmen konnten. Wir haben unsere Zeit auf der Farm sehr genossen und wieder unglaublich viel dazugelernt. Mit einem lachenden und weinenden Auge beenden wir damit unsere WWOOFer Karriere und hatten einen wirklich spannenden und interessanten Sommer gehabt.

Donnerstag war es dann endlich so weit. Wir trafen uns mit Anna und Maria in Toronto direkt am Hotel in der Nähe des St. Lawrence Markts. Nach fünf Monaten Trennung fühlte es sich so gut an wieder Familie und Freunde zu sehen. Noch am selben Abend suchten wir uns etwas zu Essen und fanden eine nette kleine Bar mit Burger, Pizza und Bier ;-). Am nächsten Tag machten wir einen selbst geführten Stadtrundgang. Startpunkt war der St. Lawrence Markt mit seinen vielen Ständen und Geschäften. Danach ging es mit dem Schiff auf die Toronto Islands. Wir wanderten von Hanlans Point zum Wards Point, um dann festzustellen, dass wir den Rücktransfer vom Central Point machen wollen. Auf der Insel, die viele Freizeitmöglichkeiten wie Strände, einen Vergnügungspark und viele Grünflächen bietet, wurden während unserem Besuch gerade Filmaufnahmen für kanadische Produktionen durchgeführt. Leider eine nervige Angelegenheit, da man dann nicht alle Bereiche besichtigen kann wie man will. Wir hatten trotzdem einen schönen Ausflug und einen schöne Rückfahrt nach Toronto. Bis kurz vor Sonnenuntergang sahen wir uns noch im Eaton Einkaufszentrum um und gingen dann als krönenden Abschluss der Tour zum CN Tower. Mit Coupons bepackt konnten wir sogar noch einen guten Deal rausschlagen und buchten unsere Fahrt auf den 553m hohen Turm zur Aussichtsplattform auf 346m. Wir verpassten zwar knapp den Sonnenuntergang, konnten aber trotzdem ein paar Fotos schießen. Im Gegensatz zum Vancouver Lookout war es aber leider fast unmöglich durch die Fensterscheiben gute Bilder ohne Reflektionen zu machen. Da ist noch großes Verbesserungspotential vorhanden. Den Tag haben wir dann wieder in der selben Bar wie am Abend zuvor ausklingen lassen.

Samstags sollte dann der Roadtrip richtig losgehen. Wir holten das Auto von der Vermietung ab und begannen die Koffer einzuladen. Nach drei Stück war dann Schluss und es stellte sich heraus, dass wir unmöglich das gesamte Gepäck und vier Leute in das Auto bekommen können. Zurück bei der Vermietung konfrontierten wir die Mitarbeiter mit der Sachlage, dass diese nicht einfach ein Auto für vier Personen vermieten können ohne das vier Personen hineinpassen. Nach langem hin und her einigten wir uns auf ein vergünstigtes Upgrade auf die SUV-Klasse, in die man endlich vier Personen mit vier Koffern unterbringen kann. Mit einiger Verzögerung starteten wir dann endlich in den Urlaub in Richtung Niagara Falls.

Dort angekommen kamen wir wohl im schönsten Bed & Breakfast Kanadas, dem Cozy Inn unter. Die Besitzer haben sich sehr viel Mühe gegeben die Unterkunft so stimmig und bequem für die Gäste zu machen wie nur möglich. Mit der freudigen Aussicht in einem wunderbaren Bett zu übernachten machten wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen. Schon von weiten kann man die immensen Wassermengen hören die aus 53m herab donnern. Von Nahen bieten die amerikanischen und kanadischen Fälle ein imposantes Bild der Naturgewalten. Wir erlebten die Fälle nicht nur visuell, sondern auch hautnah durch die sich auftürmende Gischt, die immer mal wieder auf den Besucherplattformen herabregnet. Zum Schluss versuchten wir noch auf die amerikanische Seite zu gelangen und mussten dabei einige Zeit in der Grenzstation der USA verbringen. Aber mit einem 90-Tage Visum und sieben Dollar weniger in der Tasche durften wir dann doch noch rüber. Im Vorfeld hatten wir viel darüber gehört, dass die kanadische Seite ja viel schöner ist, um die Fälle zu sehen als die amerikanische. Das können wir nun auch bestätigen. Wir standen nur neben den Fällen und konnten nicht einmal beide gleichzeitig sehen. Dafür ist hier ein schöner Park angelegt, der mehr zum Spazieren und Flanieren einlädt als die Amüsiermeile, die man auf der kanadischen Seite finden kann.

Nach einer sehr erholsamen Nacht und einem tollen Frühstück im B&B setzten wir uns wieder ins Auto und fuhren dem Niagara River entlang nach Niagara-on-the-lake. Im Gegensatz zu den Niagara Falls finden sich hier viele beschauliche kleine Häuser und eine nette Innenstadt mit vielen Einkaufsmöglichkeiten für Touristen. Von dort ging es dann den Queen Elisabeth Way auf die gegenüberliegende Seite des Lake Ontario. Unser Ziel war die Region der 1000 Islands, die wir auch nach sechs Stunden, mehreren Pinkelpausen und einem Besuch in Kingston erreichten. Dann übernachteten wir in einer Lodge und freuten uns sehr auf Pasta und ein warmes Bett.
In der nächsten Woche werden wir Montreal, Quebec City und dem Algonquin Park einen Besuch abstatten. Dabei werden viele Kilometer abgefahren, Pinkelpausen eingelegt, Kaffees getrunken und hoffentlich Bilder geschossen.

Dinge, die man wissen muss und die wir gelernt haben

  • der Übergang über die Rainbow Bridge in Niagara Falls kostet $0,50 bezahlbar in zwei Quartern
  • das 90-Tage Visum für USA kostet $7
  • wenn eine Autovermietung ein Auto für 4 Personen mit Gepäck anbietet, heißt das lange noch nicht, dass alles hineinpasst
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