Indian Summer

This week we were so lucky to see the Indian Summer at its best. After visiting Montreal, Quebec City and Ottawa we spent two days at the Algonquin Provincial Park. There the bright and wonderful colors of the trees presented Canada in the most beautiful way. Sometimes it was a bit rainy but we were able to see a lot of great sights in the cities and the amazing park. The trip was great and we had a lot of fun.

In dieser Woche hatten wir das Glück den Indian Summer von seiner besten Seite zu erleben. Nachdem wir Montreal, Quebec City und Ottawa besichtigt hatten verbrachten wir drei Tage im Algonquin Provincial Park. Dort sahen wir die einzigartige Färbung der Ahornbäume in einer beeindruckenden Kulisse und waren überwältigt von den leuchtenden Farben. Trotz des sporadisch aufgetretenen Regens konnten wir die Woche sehr genießen und hatten sehr viel Spaß auf unserem Roadtrip.


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Nach einer kalten aber erholsamen Nacht in der Misty Isle Lodge machten wir uns auf den Weg nach Rockport. Dort wollten wir eine Bootstour zwischen den Thousand Islands machen. Am frühen Vormittag war noch nicht so viel los und wir mussten uns nur mit einer überschaubaren Anzahl von asiatischen Touristen das Boot teilen. Unterwegs sahen wir unter anderem die kleinste länderverbindende Brücke zwischen einem kanadischen und amerikanischen Felsbrocken. Gut durchgefroren, weil es mittlerweile schon Herbst geworden war, ging es für uns mit dem Auto nach Montreal. Nach einem frankokanadischen Abendessen (Quiche und Crepes) sahen wir uns die Stadt bei Dämmerung an und beschlossen den Tag mit dem Gin der Lucky Bastards Brennerei aus Saskatoon. Wir hatten uns schon geraume Zeit auf einen Gin Tonic gefreut und wurden nicht enttäuscht, ein wirklich sehr guter Stoff 😉

Am folgenden Tag ging es weiter zur Notre-Dame Basilika, die wir auch von innen angesehen haben. Nach der Hektik der großen Stadt, ist die Ruhe einer Kirche eine gelungene Abwechslung. Als Abschluss unserer Montreal Besichtigung fuhren wir schließlich noch auf den Mount Royal, um die Aussicht auf die Stadt zu genießen. Leider sind die Montrealer sehr gut im Parkgebühren sammeln, so dass wir aus schwäbischen Gründen nicht den perfekten Aussichtpunkt anfahren wollten. Trotzdem ist es uns gelungen einen ebenso guten zu finden, der kostenlos einen Blick auf Montreal bietet. Bevor wir aber die Stadt verließen fuhren wir noch kurz bei St. Joseph’s Oratory of Mont Royal vorbei. Das erste Mal in meinem Leben habe ich eine Rolltreppe in einer Kirche gesehen. Für uns Europäer eher mal ungewöhnlich. Das nächste Ziel hieß dann Quebec City, welches wir dann am Abend auch erreichten.

Am nächsten Tag genossen wir die wunderschöne Altstadt bei einem Spaziergang durch viele nette Kopfsteingassen mit liebevoll hergerichteten Häusern und Restaurants. Generell kann man sagen, dass die Städte im Osten Kanadas ältere Gebäude und malerische Altstädte zu bieten haben, als wir sie im Westen vorgefunden hatten. Durch Zufall gelangten wir auch auf die ehemalige Stadtmauer, die wir sogleich entlang liefen und so eine schöne Sicht auf die Umgebung hatten. Ob das von der Stadtverwaltung so beabsichtigt war, können wir nicht sagen. Zumindest haben wir kein Verbotsschild sehen können. Nachdem wir mehr als fünf Monate Kanada hinter uns haben, können wir auch sagen: „… because we can!“ In Vancouver habe wir schon einmal eine Poutine probiert und waren nicht so begeistert. Aber in der Geburtsregion dieser Spezialität waren wir uns sicher eine gute Poutine zu bekommen. Gedacht und ausprobiert und kurz gesagt: Wir sind keine Poutine-Liebhaber, gescheite Pommes ohne Bratensauce sind uns lieber 😉
Nun blieb nur noch eine Stadt übrig, die wir besichtigen wollten: die kanadische Hauptstadt Ottawa. Auf dem Weg dorthin fuhren wir noch am Montmorency Provincial Park vorbei. Dort konnten wir uns einen Wasserfall ansehen, der noch höher als die Niagara Fälle war. Mit vielen schönen Fotos und dem Gefühl, dass Niagara dann doch beeindruckender gewesen ist, fuhren wir nach Ottawa. Diesen Abend gingen wir auch im klassischen nordamerikanischen Stil Abendessen. In der örtlichen Mall hat jeder nach seinen Vorlieben im Food Court essen können.

Nachdem wir in Quebec City wegen Bauarbeiten nicht unsere obligatorische Tour durch das Parlamentsgebäude machen konnten, freuten wir uns umso mehr auf den Parliament Hill in Ottawa. Noch bevor alle Touristenbusse abgeladen wurden, konnten wir uns kostenlose Tickets für die Tour besorgen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind genauso streng wie am Flughafen, so dass jeder Besucher erst einmal durch einen Security Check musste. Dafür bekamen wir wieder eine sehr gute und unterhaltsame Führung und konnten auch auf den Glockenturm des Gebäudes. Von dort hatten wir eine schöne Aussicht auf die Stadt und konnten unseren Stadtsparziergang planen. Das Parlament liegt am Fluss und von dort aus konnten wir die Schleusen, mehre Kirchen und Aussichtpunkte erreichen. Für uns Nicht-Bootfahrer war es sehr interessant es mit anzusehen, wie Boote den Fluss hinauf oder herab geschleust werden. Hier wurde alles noch per Hand betätigt ohne die Hilfe von Maschinen. Abends sind wir wieder zum Parliament Hill zurück um Fotos vom beleuchteten Gebäude und der Stadt machen zu können.

Nach vier Tagen Städtetour wartete noch der Algonquin Provincial Park auf uns. Dort wollten wir uns den berühmten Indian Summer ansehen. Nach der dreistündigen Autofahrt kamen wir noch am Nachmittag an unserer Unterkunft, die keine drei Kilometer vom Park entfernt liegt, an. So rentierte es sich noch die Parkgebühr zu bezahlen und ein paar kleinere Wanderungen zu unternehmen. Leider hatten wir nicht so großes Glück mit dem Wetter, an beiden Parktagen war es bewölkt und leicht regnerisch. Trotzdem war die Zeit dort unvergesslich, da wir wirklich im absoluten richtigen Moment den Indian Summer erwischt haben. Der ganze Wald leuchtete selbst an bewölkten Tagen in allen herbstlichen Farben, die es gibt. Abends haben wir uns dann im örtlichen Restaurant der Stadt, dem Mad Musher gestärkt. Glücklicherweise und untypisch für Kanada hatte der Besitzer sowohl mehrere vegetarische Gerichte, als auch eine vegane Mahlzeit zur Auswahl. Am letzten Tag brach dann auch wieder die Sonne durch und wir genossen unsere Fahrt durch den Park nach Toronto in vollen Zügen.

Kaum zu glauben, dass die Zeit so schnell vorüber gegangen ist, aber jetzt müssen wir uns leider schon wieder von Anna und Maria verabschieden. Sie fliegen nach Deutschland zurück, während für uns die letzte Phase der Reise anbricht. Wir sind sehr aufgeregt, denn nächste Woche heißt es: New York, wir kommen! Und außerdem werden wir die lange Busfahrt nach San Francisco antreten. Es bleibt spannend und es gibt noch so viel zu sehen.

Dinge, die man wissen sollte und die wir gelernt haben

  • Für eine Tour durch das Parlament in Ottawa muss man sich ein kostenloses Ticket besorgen
  • Ende September kann es nachts bereits empfindlich kalt werden
  • Rushhour ist international und kann in Toronto und Montreal sehr nervig werden
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2 Kommentare zu Indian Summer

  1. susa sagt:

    hier ist der indian summer auch sooo schön – wann kommt ihr wieder nach vancouver?

  2. christian sagt:

    Gerade fahren wir durch die Prärie und sehen nicht viel vom Herbst. Wir kommen am 13. Oktober irgendwann tagsüber in Vancouver an. Nachdem wir bestimmt Schlaf nachholen müssen würden wir uns sehr gerne am 14. oder 15. mit euch treffen. Schaut einfach wie ihr Zeit habt. Freuen uns schon sehr euch wiederzusehen!

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