Woche 17 Verspätung

Da wir über 1300 Bilder von den Rocky Mountains gemacht haben, wird sich der Beitrag über die 17. Woche leider verspäten. Wir haben so viel erlebt und gesehen, da wird der Bericht auch ein wenig länger werden. Ich kann schon mal vorausschicken, dass sich die Woche in den Rockys total gelohnt hat und wir unbedingt wieder kommen müssen.

Ich hoffe der kleine Kerl entschuldigt die Verpätung und macht Lust auf mehr, wenn der Artikel dann fertig ist.

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Woche 16: Rocky Vacation

Nach zehn Tagen auf der Ecolodge Farm bekamen wir die Gelegenheit nach Edmonton zu fahren und unseren WWOOFing Urlaub anzutreten. In Edmonton angekommen erlebten wir wieder einen kleinen Zivilisationsschock, den wir aber sehr schnell überwinden konnten. Neben viel Sightseeing und Entspannung konnten wir unsere Reise durch die Rocky Mountains planen und buchen. Wir sind schon gespannt und freuen uns sehr.


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Woche 15: Kulturschock

Nach zwei schönen Wochen in der Glenogle Mountain Lodge, mussten wir wieder Abschied nehmen und unsere Reise fortsetzen. Nach der Arbeit auf der Farm von Doris und Norbert, haben wir unsere freien Tage für den Schluss unseres Aufenthaltes aufgehoben und konnten uns fast wie Gäste fühlen. Die nächste Farm befindet sich schon in Alberta und nennt sich Lakech Ecolodge. Leider erwartete uns hier ein großer Kulturschock. Aber jede Erfahrung, die wir auf dieser Reise mitnehmen, macht unser Abenteuer spannender.


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Am Beginn der Woche haben wir unsere freien Tage der Lodge beim Wandern und Planen verbracht. Gewandert sind wir um die Lodge herum und haben die Hospital Creek Road in Angriff genommen. Dieser Forstweg führt direkt in die Berglandschaft um die Lodge und wird im Winter zum Schneeraupenfahren genutzt. Im Sommer kann man diesen Weg auch zum Wandern benutzen, dann ist er auch offiziell für motorisierte Vehikel gesperrt. Das hält den gemeinen Kanadier aber nicht davon ab es trotzdem zu tun. „Because I can“ ist die Antwort, wenn man nachfragt warum er es trotz Verbot doch macht. Trotzdem war der Hike für uns ein toller Tagesausflug. Wir konnten viele Bilder machen und uns eine Auszeit vom WWOOFing-Alltag gönnen. Unser Ziel war ein Unterstand der nur im Winter benutzt wird, wenn Touristen mit Schneeraupen den Berg hoch rödeln um dort dann ein BBQ zu machen. In der Sommerzeit tummeln sich hier nur unzählige Stechmücken, die uns dann auch erfolgreich vom Unterstand vertreiben konnten. Geschafft, aber glücklich kamen wir wieder an der Lodge an und konnten dort dann ein entspannendes Bad nehmen 😉 Diesen Luxus wollten wir uns noch gönnen bevor es zur nächsten Farm ging.

Unsere Reise zur Lakech Ecolodge startete um fünf Uhr morgens mit dem Packen unserer Sachen. Da wir bisher auf vielen Farmen immer irgendetwas vergessen hatten, nahmen wir es mit der Abschlusskontrolle des Zimmers besonders genau. Dank der Doris wurden wir zur Greyhound Haltestelle gefahren und erreichten unseren Bus um 6:45 rechtzeitig. Die Fahrt war diesmal sehr angenehm, weil sie tagsüber stattfand und wir schon einiges von den Rocky Mountains sehen konnten. Während der Fahrt sind wir durch Orte wie Lake Louise, Banff und Kanmore gefahren. In Calgary hatten wir vier Stunden Aufenthalt und konnten dort viele interessante Menschen im Terminal beobachten. Das Ziel für unseren Greyhound war der Ort Red Deer. Dort wurden wir von Chris, der Hostmutter und Tristan, ihrem Sohn abgeholt. Uns erwartete eine einstündige Autofahrt bis zur Farm. In dieser Gegend konnte man sehen wie das gesamte Land nach Osten hin immer flacher wird. Endlose Highways, die schnurgerade zum Horizont führen.

An der Lodge angekommen überwältigte uns ein kleiner Kulturschock. Wir hatten bis jetzt schon einige Farmen gesehen und verschiedene Lebensstile kennengelernt, aber hier ist es noch ein wenig skurriler. Hier werden Blumen und Unkraut gegessen, Teebeutel zweimal hergenommen, jeder Tropfen Wasser gezählt, Bekleidungsstücke an warmen Tagen weggelassen, Tiere als Rasenmäher, Geschirrvorspüler oder Heizungen zweckentfremdet, Sojaprodukte als zu ungesund empfunden und Kuchen roh gegessen. John, unser Hostvater ist ein Doktor der alternativen Naturheilkunde und hat sich sehr dem gesunden Essen und alternativen Lebenswandel verschrieben. So wird hier auf einige Lebensmittel wie Milch und Weizen komplett verzichtet und durch andere Sachen ersetzt. Für uns ist das an sich eine tolle Sache, doch leider werden wir das Gefühl nicht los, dass John uns ständig davon überzeugen möchte, dass sein Lebenswandel besser ist als der von anderen. Auch fehlt uns hier ein Plan, der einem sagt was auf dieser Farm zu tun ist oder wann reguläre Essenzeiten sind. Bisher hatten wir fast immer in Familie gegessen und gelebt. Hier hat jeder eigene Essenszeiten. Auf der anderen Seite lernen wir einiges über Organic Farming und Permaculture. Auch der Einsatz einer Komposttoilette überraschte uns sehr, vor allem da diese durch einen simplen Eimer realisiert wurde. In den vier Tagen die wir bis jetzt auf dieser Farm verbracht haben jäteten wir wieder viel Unkraut, kümmerten uns um die Tiere und machten Feuerholz. Das Essen, das meist John kocht ist ebenfalls sensationell, unkonventionell und lecker. Am Sonntag gab es ein kleines Lagerfeuer und es gab sogar ein Buddha Bier für mich. Es bleibt spannend wie sich diese Farm für uns entwickelt und wie lange wir bleiben.

Dinge, die man wissen muss und die wir gelernt haben

  • möchte man seinen Koffer im Greyhound Terminal in Calgary für sechs Stunden einsperren, zahlt man vier Dollar
  • ein grosser Hike nach einer langen Wanderpause, schafft üblen Muskelkater (Gartenarbeit trainiert wohl nicht)
  • der Battle Lake hat leider keine leicht zu erreichende Badestelle
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Woche 14: Happy Birthday und ein Knochenbruch

Glücklich ist derjenige, der seinen Geburtstag in Kanada feiern darf. Genau das durfte Heidi diese Woche im Kreise der Hostfamilie auch machen. Mit Kuchen und vielen Glückwünschen aus aller Welt hat Heidi ihren Ehrentag verbracht. Leider kann so ein Geburtstag nicht ewig dauern und wir mussten den Rest der Woche arbeiten, um unser Dach und Brot zu verdienen. Am Ende haben wir so hart gearbeitet, dass sich Norbert (unser Host) den Arm gebrochen hat.


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Aber alles schön der Reihe nach: Am Anfang der Woche feierten wir den Geburtstag von Heidi. Interessanterweise kamen die ersten Glückwünsche aus Asien und erreichten sie schon vor ihrem eigentlichen Geburtstag in Kanada. Wenn man nun seinen Geburtstag in jeder Zeitzone zelebrieren möchte, kann man 48 Stunden durchfeiern. Zum Glück sind wir aus dem Alter heraus, um das wirklich machen zu wollen. Wir haben ganz konservativ mit Kuchen und Kaffee auf Heidis Geburtstag angestossen. Dabei hat die ganze Hostfamile mitgeholfen eine leckere Donauwelle zu backen. Der Kuchen ist etwas größer ausgefallen als in Deutschland, so dass wir über die gesamte Woche hinweg täglich Donauwelle essen konnten. Ich liebe solche Geburtstagsfeiern. Den restlichen Tag haben Heidi und ich in Downtown Golden verbracht. Das Städtchen ist sehr überschaubar, hat uns aber trotzdem die Gelegenheit gegeben das Nötigste einzukaufen und in einem Pub einen Snack zu essen. Eine Sehenswürdigkeit des Orts ist Kanadas längste freigespannte Timberframe-Brücke, die 2002 von freiwilligen Handwerker aus aller Welt zusammengebaut wurde. Den Rückweg haben wir teils zu Fuss und per Anhalter bestritten, wobei wir unterwegs noch einen Zwischenstopp beim Hospital Creek River gemacht haben. Von einem geheimen, nur den Anwohnern bekannten Aussichtspunkt hatten wir eine spektakuläre Sicht auf einen über 100 Fuss hohen Wasserfall.

In den Rocky Mountains merkten wir ziemlich schnell wie aufgeschmissen man ohne Auto ist. Viele Leute können es hier gar nicht glauben, wie man es ohne fahrbaren Untersatz überhaupt nach Golden geschafft hat. Es gibt kein umfassendes öffentliches Verkehrssystem und die Entfernungen zwischen den Sehenswürdigkeiten sind zu groß zum Laufen oder Radeln. Leider war es auch nicht möglich ein Auto in Golden zu mieten ohne ein Vermögen ausgeben zu müssen. Da es in der Stadt nur ein Geschäft gibt, welches Autos vermietet, kann es die Preise nach Gusto bestimmen. Somit zahlt man für 3 Tage über $250, wobei nur 100 Kilometer inklusive sind. Für jeden weiteren zahlt man $0,26. In fast jeder größeren Stadt bekommt man für das selbe Geld das Auto für mindestens eine Woche bei unbegrenzten Kilometern. Deshalb werden wir erst in Calgary ein Auto mieten und dann eine Tour durch die Rocky Mountains machen.

Unsere tägliche Arbeit auf dieser Lodge wurde durch wiederkehrende Arbeiten, wie das Bewässern und Jäten bestimmt. Trotzdem gab es immer wieder etwas Neues zu tun. So durfte ich mithelfen, Türen und Wände in einem Holzschuppen einzubauen. Oder Doris zeigte uns neue Kräuter, wie z.B. eine spezielle Art der Kresse und wie diese in der Küche einzusetzen sind. So verflog ein Tag nach dem anderen, interessante und aufgeschlossene Gäste aus aller Welt kamen und gingen und irgendwann war Sonntag und das Ende unserer Arbeitszeit auf dieser Lodge läutete ein. Leider brach sich Norbert an diesem Tag seinen Arm, als er über ein Kabel stolperte und unglücklich landete. Nach einer kurzen Diagnose im Krankenhaus kam er wieder eingegipst und bandagiert zurück zur Lodge. Zum Glück waren wir gerade mit unserem Tagesprojekt fertig, so dass er sich ein paar Tage schonen kann.

Wir bleiben noch bis Donnerstag in der Lodge und nutzen unsere freien Tage, um diverse Hikes zu machen, Golden nochmals zu besuchen oder einfach mal einen Wellness-Tag einzulegen (einen Mangel an SPA-Möglichkeiten gibt es in dieser Lodge ja zum Glück nicht). Am Donnerstag geht es dann zur nächsten Farm auf die östliche Seite der Rocky Mountains in die Nähe von Edmonton.

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Woche 13: Wellness WWOOFen

Halbzeit! Nach dem wir gefühlt letzte Woche erst in Kanada angekommen sind, ist unsere Reise zur Hälfte schon vorbei. Wir haben wahnsinnig viel erlebt, tolle Orte besucht und interessante Menschen kennengelernt. Nur noch 13 Wochen bis wir wieder in Deutschland sind, hoffentlich vergeht diese Zeit nicht so schnell 😉


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Unser Abschied von Bowen Island fiel uns wegen unseren tollen MitWWOOFern Julia und Toni besonders schwer. Toni verliess zusammen mit uns die Insel während Julia noch einige Woche dort verbringt. Unsere Hosts konnten uns zum Hafen mitnehmen, da sie zeitgleich ihr Boot zu Wasser lassen wollten. Nach einer windigen Überfahrt nach Horseshoe Bay mit der Fähre mussten wir vier Stunden am Terminal auf unseren Bus warten. Aber die Wartezeit ging schnell vorüber, da wir noch ein Lunch und Coffee Break eingelegt haben. Am Terminal mussten wir uns leider auch von Toni verabschieden. Ihn zog es weiter in den Norden Kanadas, in den Yukon.

Unsere aufregende Busreise begann mit einem verspätetem Bus, der nicht planmässig von Horseshoe Bay nach Vancouver fahren durfte, da er auf eine verspätete Fähre warten musste. Der Fahrer rechnete uns keine grossen Chancen für unseren Anschlussbus aus und so fuhren wir gen Vancouver mit dem Gedanken dort die Nacht verbringen zu müssen. Auf der Fahrt nach Vancouver fühlte es sich ein wenig wie Nach-Hause-kommen an, da wie die Gegend kannten und wir ja tatsächlich sechs Wochen dort gewohnt haben. Am Busterminal in Vancouver stellten wir erleichtert fest, dass unser Greyhound nach Golden noch nicht abgefahren ist. Dafür bekamen wir keinen gemeinsamen Platz mehr un mussten getrennt sitzen. Heidi konnte sich dann mit einer jungen Deutschen unterhalten, während ich neben zwei voluminöseren Mexikanerinnen und der Toilette in der letzten Reihe sitzen durfte. Nach der Hälfte der Fahrt hat dann die Sitznachbarin mit mir dankenswerterweise getauscht und wir konnten die Busfahrt gemeinsam bestreiten. Leider fuhren wir nachts und bekamen nicht viel von der sich wechselden Landschaft mit, aber im Morgengrauen konnten wir die Berge mit ihren Gletschern bewundern. Nach 13 Stunden Fahrt kamen wir in Golden an und freuten uns schon sehr auf ein Frühstück und ein richtiges Bett am Abend.

Das Frühstück nahmen wir im Tim Hortons und McDonalds ein, da Ersterer kein Internetzugang geboten hat. Im Laufe des Vormittags wurden wir auch von Norbert abgeholt, der zusammen mit Doris die Glenogle Mountain Lodge betreibt. Es erwartete uns ein sehr warmer und herzlicher Empfang und eine tolle und gemütliche Unterkunft, die wir bis dahin noch nicht gesehen hatten. Die Lodge hat 15 Zimmer und einzelne Cabins und wir durften in ein schönes Zimmer des Haupthauses ziehen. Die Lodge ist in der Nähe von Golden und hat einen sehr schönen Blick auf die Berge. Doris achtet sehr darauf, dass wir immer genug zu Essen bekommen, angefangen von einem üppigen Frühstück (welches ich eher als Brunch bezeichnen würde) über Kaffee und Kuchen am Nachmittag zu Abendessen, welches uns nach Wunsch zubereitet wird. Wir gehen von dieser Farm garantiert mit einigen Kilos mehr an den Hüften fort.

Für unsere Unterkunft und das Essen helfen wir beiden in der Küche mit, beim Zimmer sauber machen und vorallem im Garten. Doris hat neben unzähligen Blumen auch Gemüse wie Tomaten, Kartoffeln, Spinat, Gurken, Bohnen und Knoblauch angepflanzt. Den Garten hegen und pflegen wir so gut es geht, dabei helfen die Erfahrungen, die wir auf den letzten Farmen sammeln konnten sehr. Trotzdem kann Doris uns immer wieder neue Sachen zeigen. Abends fallen wir dann satt, zufrieden und müde ins bequeme Bett. Noch hatten wir keine Gelegenheit die Umgebung zu erkunden, aber wir haben schon Pläne für nächste Woche gemacht.

Dinge die man wissen muss und die wir gelernt haben

  • eine Greyhound Busfahrt kann anstrengend sein
  • Tim Hortons hat nicht überall Free WiFi
  • Rhababer muss man nicht schneiden, sondern rausziehen beim Ernten
  • Golden liegt in der Mountain Time Zone und da muss man von Vancouver aus kommend die Uhr eine Stunde vorstellen
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Woche 12: Badesaison, Burger und Bergsteigen

In dieser Woche zeigte sich das Wetter endlich mal etwas sommerlicher und verschonte uns mit zu viel Regen. Trotzdem durften wir Anfang der Woche bei strömenden Regen im Garten arbeiten. Aber dann öffnete sich doch der Himmel und die Sonne ließ sich für den Rest der Woche nicht mehr vertreiben.


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Auf dieser Farm erfuhren wir direkt wie sehr das Wetter sich auf das Gemüt auswirken kann. Die Motivation zur Arbeit an einem Regentag geht fast gegen Null, während man an einem sonnigen Tag die Arbeit an der frischen Luft im Garten genießen konnte.  Ich hatte letzte Woche schon vom Teich geschrieben, aber erst jetzt haben wir uns auch rein getraut. Das Wasser kommt von einem sehr kalten Bach aus dem Wald und dementsprechend kalt ist auch der gesamte Teich. Trotzdem haben wir den Sprung ins kalte Wasser am ersten warmen Tag der Woche gewagt. Seitdem verbringen wir unseren Feierabend mit unseren „Mit-Wwoofern“ Julia aus Berlin und Toni aus Frankreich gemütlich am Teich, gehen Baden und aalen uns in der Sonne. Abends sitzen wir dann zusammen am Lagerfeuer und machen uns  auch mal einen Burger. Unsere Farmburger werden auf einem Organic-Volllkornbrot, Salat aus dem Garten und Cheddarkäse serviert und schmecken über dem Feuer gebraten unvergleichlich gut. So stellt sich nach getaner Arbeit die Laune sofort auf Urlaub um.

Am Samstag bei 28°C ging es dann auch endlich auf den Mount Gardner, den höchsten Berg auf Bowen Island. Der Trail führt größtenteils durch einen schattigen Wald, so dass uns das heiße Wetter nicht weiter störte. Der Berg hat zwei Gipfel von denen nur der Nordgipfel eine sensationelle Aussicht auf die Bucht und auf Vancouver bietet. Der Abstieg ging dann leider wegen einer ungenauen Karte nicht direkt  zurück zu Farm, sondern über Snug Cove. Aber so kamen wir in den Genuss von leckerer Eiscreme bevor wir wieder zurück zur Farm fuhren (per Anhalter natürlich). Mittlerweile kennen uns einige Bewohner Bowen Islands schon und wissen, wenn wir trampen, dass wir die Wwoofer aus Deutschland sind, die auf einer Farm arbeiten.

Unseren letzten Tag verbrachten wir sehr gemütlich auf der Farm und am Schwimmteich. Aber wir nutzten auch unsere Gelegenheit zum Strand zu gehen, um ein letztes Mal im Pazifik zu schwimmen. Unsere weitere Reise führt uns in Richtung Osten und wir kommen erst im Oktober wieder zurück nach Vancouver. Dann wird das Wasser bestimmt zu kalt zum Baden sein. Wir haben unsere MitWWOOFer über die zwei Wochen sehr ins Herz geschlossen, so dass wir am Sonntagabend eine kleine und gemütliche Abschiedsfeier mit Eiscreme und Kuchen am Feuer veranstaltet haben. Da wir sehr intensiv zusammengelebt und gearbeitet haben, fällt uns der Abschied natürlich besonders schwer.

Wir freuen uns schon sehr auf die nächste Station, da diese in den Rocky Mountains liegt und wir eine ganz andere Landschaft und hoffentlich viele neue Leute kennenlernen dürfen. Dazwischen steht nur noch eine 12-stündige Busfahrt, die uns in die Stadt Golden bringen wird. Mehr dazu in der nächsten Woche.

Dinge, die man wissen muss und die wir gelernt haben

  • Man kann im Bus auf Bowen Island kein Ticket bis nach Vancouver kaufen. Das kann man erst in Horseshoe Bay.
  • Auf einer kleinen Insel sprechen sich Neuigkeiten sehr schnell herum, z.B. das vier WWOOFer oft in der Gegend hitch-hiken.
  • Isst man Garlic Scapes roh, so kann das eine feurige Angelegenheit werden. Mehr als zwei habe ich nicht geschafft.
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Woche 11: Inselträume

Wir leben immer noch, auch wenn man in letzter Zeit nicht so viel hört. Unsere Internetversorgung hat sich von sehr schlecht zu nur schlecht verbessert. Wir sind nach Bowen Island umgezogen und haben an unserem Wohnort keinen Zugang zum Internet. Trotzdem versuchen wir unsere Eindrücke festzuhalten und nach Deutschland zu schicken. Zumindest brauchen wir keine Brieftaube mit Schwimmweste, um Nachrichten rüberzuschicken.


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Woche 10: Victoria, Goodbye for Chickens

Eine weitere tolle Woche auf der SOL Farm ging zu Ende und wir sind inzwischen schon auf Bowen Island. Wir haben unsere zwei Wochen auf der Farm im Cowichian Valley sehr genossen und wurden dabei in unserer Entscheidung zum WWOOFen bestätigt. Leider kommt dieser Beitrag erst spät in dieser Woche, da wir auf unserer neuen Farm auf Bowen Island einen noch schlechteren Zugang als zuvor zum Internet haben.


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Leider ging es Stephen in der letzten Woche nicht gerade gut, er hatte grosse Schmerzen in seiner Hüfte vom ständigen Traktor fahren. Deswegen hatte er einen Termin beim Chiropraktiker in Victoria und wir bekamen so eine günstige Möglichkeit die Stadt zu besuchen. Gleichzeitig sollten die Hühner zum Schlachter und damit begann unser Tag sehr früh um 5 Uhr mit dem Fangen der Chickens. Damit konnten wir gleich im Anschluss einen der ersten Pendlerbusse nach Victoria nehmen und unseren freien Tag mit einem tollen Frühstück starten. Victoria ist im Vergleich zu Vancouver wesentlich kleiner, gemütlicher, historischer und sogar einen Tick sehenswerter. Wir verbrachten den Vormittag im Beacon Hill Park und besuchten gegen Mittag das Parlamentsgebäude. Dort hatten wir das Glück eine kostenlose Führung durch die Geschichte und Kultur von Kanada erleben zu dürfen. Neben einer grandios guten Führerin stellten auch Schauspieler in historischen Gewändern Teile der kanadischen Geschichte dar. Nach einem späten Lunch in der Old Spaghetti Factory ließen wir den Tag im Market Square und in Chinatown von Victoria ausklingen. Der nun wieder schmerzfreie Stephen holte uns in Victoria ab und wir fuhren nach Hause. Doch der Tag war noch nicht zu Ende, denn unsere Hosts haben uns auf eine Kunstaustellung auf einer Tea Farm eingeladen. Dort wurden Dinge wie Teekannen, Filzhüte und Holzarbeiten ausgestellt. Nebenbei konnte man sich durch verschiedene Weine und Tees durchprobieren. Da ja Deutsche überall auf der Welt unterwegs sind, haben wir auch hier zwei nette Damen aus Chemnitz kennengelernt, die aufgrund ihrerer mangelnden Englischkenntnisse froh waren etwas auf deutsch zu plaudern.

Unseren zweiten freien Tag haben wir als Roadtrip erlebt. Wir durften wieder das Auto von Stephen ind Ramona ausleihen und die Gegend erkunden. Unsere erste Station war die Kinsol Trestle, die grösste Holzbrücke Nordamerikas. Diese wurde erst kürzlich renoviert und wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die zweite Station war Cowichian Bay, ein malerischer Ort direkt am Meer gelegen. Hier konnten wir ein maritimes Museum über Fischerei und die Seefahrt besuchen und mussten nur eine kleine Spende hintelassen. Gerade an dem Tag fand auch ein Drachenbootrennen statt und wir konnten uns das Spektakel vom Fishermen’s Wharf anschauen. Die letzte Fahrt ging nach Chemainus, wo wir die berühmten Murals anschauen wollten. Das sind Wandmalereien an verschiedensten Häusern quer durch die Stadt, die die Geschichte von Chemainus erzählen. In einer netten dänischen Bäckerei brachten wir den Tag zum Ausklang. Dort kamen wir endlich noch in den Genuss, den auf der Insel sehr bekannten Nanaimo Bar, einen schokoladigen Nuss-Kokos-Riegel zu probieren.

Diese Woche war auch sehr von gemeinsamen Dinners mit den Hosts geprägt. Ersten war ein guter Freund von Stephen und Ramona zu Besuch und zweitens wurden in dieser Woche die Hühner geschlachtet. Dabei bin ich besonders stolz auf die Heidi, denn sie hat tapfer mitgeholfen die geschlachteten Hühner zu wiegen und zu etikettieren. So gab es natürlich an einem Abend ein frisches Hühnchen, aber auch mal Spareribs oder tolle Spaghetti mit Minze und Lemongrass. Stephen ist ein super Koch und hat uns viele neue Sachen zeigen können. Am Ende fiel uns der Abschied schwer, da wir wirklich eine schöne Zeit auf der Farm verbracht haben.

Dinge die man wissen muss und die wir gelernt haben

  • das Early Bird Special in Willie’s Bakery & Cafe in Victoria bietet ein sensationelles und günstiges Frühstück
  • der Commuter Bus von Duncan nach Victoria kostet $7 oneway
  • das Maritime Museum in Cowichian Bay ist sehr sehenswert und der Eintritt kostet nur eine kleine Spende
  • egal wie sehr man beim Auszug aus der Farm aufpasst, man wird immer eine Sache dort vergessen… da wir momentan alle zwei Wochen umziehen sind wir froh, dass wir mit vollbepackten Koffern nach Kanada gekommen sind 🙂
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Woche 9: Little Peeple, Cuchifritos, Tomatos und wir

Endlich können wir einen Vergleich zwischen zwei Farmen machen, nachdem wir unsere zweite Farm in Vancouver Island bereist haben. Gerade befinden wir uns in der Gegend um Ducan im Cochwichian Valley. Wir haben Unterkunft bei der SOL Farm gefunden und wurden herzlich von Stephen und Ramona aufgenommen. Beide betreiben zusammen mit ihrem Sohn eine organische Farm, auf der es Hühner, Tomaten, Kartoffeln und viele andere Arten von Gemüse gibt.


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Woche 8: Leider kein Farmbier

Unsere zweite Woche auf der Good Nature Farm war wieder sehr abwechslungsreich und voller Überraschungen. Während dem Broom Busten lernt man viele interessante Menschen kennen und erfährt, dass viele Kanadier deutsche Wurzeln oder Freunde in Deutschland haben. Während wir in der Umgebung von Qualicum Beach herumfahren und den Scotch Broom schneiden, bekamen wir auch die Gelegenheit andere Orte und Sehenswürdigkeiten anzuschauen.


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